Vortrag

Kurzbeschreibung

grosse_gruppenVorträge haben an Hochschulen Tradition. Zu Zeiten, in denen Bücher für Studierende nicht erschwinglich waren, konnten die darin enthaltenen Texte per Vorlesen und Mitschreiben einfach an mehrere Personen gleichzeitig verteilt werden. Studierende konnten sich dann nachträglich selbst damit beschäftigen. Mit Einsetzen des Buchdrucks, spätestens aber mit der Verbreitung problemlos zugänglicher Inhalte im Internet, haben Vorträge ihren ursprünglichen Zweck verloren. Mit Blick auf ihren didaktischen Nutzen werden sie zudem deutlich häufiger eingesetzt, als es sinnvoll ist. Gleichwohl sind sie zum Lehren nicht nutzlos.

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Ziele

  • Überblick über ein Thema geben
  • Struktur eines Themas vorstellen
  • Interesse für ein Thema wecken
  • Zuvor bearbeitete Inhalte zusammenfassen

Vorgehen

Unerlässlich ist es bei Vorträgen, sich schon bei der Planung mit dem Publikum zu beschäftigen, um es gezielt ansprechen zu können (Wie viele Personen? Welche Vorkenntnisse haben sie? Was ist ihr Interesse?). Zudem sollte den Vortragenden klar sein, welche (Kern-)Botschaften bei den Zuhörenden hängenbleiben sollen, und wie diese besonders hervorhoben werden können. Eine Überfrachtung mit Details ist nicht förderlich — ohnehin geht ein Großteil der Informationen direkt im Anschluss an Vorträge bereits verloren. Sie sollten auf anderem Wege vermittelt werden.

Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende — und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen. (Mark Twain)

Zu den zentralen Punkten während eines Vortrags gehört es, eine Verbindung zu den Zuhörenden aufzubauen. Um dies zu erreichen, bedarf es mehr als solider Inhalte und einer logischen Struktur. Vielmehr sollten Lernende auch auf einer persönlichen Ebene angesprochen werden, um Ihnen den Zugang zu erleichtern. Die eigene Leidenschaft für ein Thema sollte nicht versteckt werden. Auch physische Nähe und Augenkontakt helfen, wenngleich sie kaum als „tote Methode“ funktionieren.

Hinweise

  • Vorträge sind nur scheinbar eine einfache Methode. Gute Vorträge erfordern angemessene Vorbereitung und Übung!
  • Es sollte gut überlegt sein, ob überhaupt Präsentationsschaubilder eingesetzt werden müssen — so, wie sie meist eingesetzt werden, sind sie eher schädlich für das Lernen!
  • Wenn Schaubilder eingesetzt werden, sollten sie nicht als Ersatz für ein Skript dienen! Sie sind dann in aller Regel einerseits zu überladen, um das Gesprochene Wort sinnvoll zu unterstützen und andererseits viel zu oberflächlich, um mit ihnen selbständig sinnvoll zu lernen.
  • Vorträge sollten nicht zu lang sein, da die Aufmerksamkeit bei den meisten Menschen bereits nach 15 Minuten zurückgeht. 90 Minuten sind für ein Lernszenario deutlich zu lang. 45 Minuten sollten nicht überschritten werden, etwa 20-30 Minuten sind zu empfehlen.

Rahmenbedingungen

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  • Gruppengröße: prinzipiell beliebig
  • Räumlichkeit: Seminarraum, Hörsaal
  • Vorbereitungszeit: Je nach Thema/Vorarbeit
  • Durchführungszeit: 20-30 Minuten (ggf. blockweise)
  • gegebenenfalls unterstützende Schaubilder + Technik
  • gegebenenfalls unterstützendes Begleitmaterial

Links und Literatur

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