Wir wollten’s ja wissen (Teil 1)

In eigentlich allen teach4TU-Angeboten fordern wir von den TeilnehmerInnen Feedback ein, um uns und unser Projekt sinnvoll weiterentwickeln zu können. Einer von verschiedenen Feedback-Kanälen sind Online-Fragebögen, und einen solchen konnten alle bisherigen teach4TU-TeilnehmerInnen vor kurzem zum Thema „E-Portfolio“ ausfüllen.¹ Immerhin 31 Personen haben diese Möglichkeit wahrgenommen (danke dafür!), und ich möchte hier und in zwei weiteren Beiträgen kurz auf die aus meiner Sicht markantesten Ergebnisse eingehen.

Usability-Evaluation_NutzungKnapp die Hälfte der BefragungsteilnehmerInnen hat bereits ein E-Portfolio genutzt oder tut dies aktuell. Die bevorzugten Nutzungszwecke sind die Reflexion der eigenen Lehrerfahrungen, die Dokumentation der eigenen Lehre und der Austausch mit anderen Lehrenden; etwas abgeschlagen folgt noch die (Selbst-)Präsentation. Damit entspricht die tatsächliche Nutzung ziemlich genau der von uns erhofften – was keine Selbstverständlichkeit ist, denn wie und wofür E-Portfolios genutzt werden, liegt letztendlich weitestgehend in den Händen der NutzerInnen.
Die Antworten der NutzerInnen auf die offenen Fragen machen allerdings deutlich, dass die (mögliche und erhoffte) Nutzungsvielfalt nicht jeder/jedem bewusst ist: Vereinzelt werden E-Portfolios als Instrumente für nur exakt einen Zweck, z. B. den Austausch mit anderen Lehrenden, wahrgenommen. Aus dieser Perspektive wird dann – verständlicherweise – kritisiert, dass das von uns verwendete technische System evtl. nicht das für diesen speziellen Zweck am besten geeignete ist. Das mag, ungeachtet aller Subjektivität, stimmen, doch wäre es aus unserer Sicht nicht sinnvoll, durch einen Wechsel des Systems bestimmte Nutzungszwecke zu Lasten anderer zu begünstigen. Sollte jedoch eine spätere Erhebung zeigen, dass ein bestimmter Zweck klar favorisiert wird, werden wir natürlich über eine Wechsel nachdenken.

Usability-Evaluation_AufgabenangemessenheitEtwas geschockt hat mich zunächst, dass nur die Hälfte der NutzerInnen der Aussage „Die Nutzung des E-Portfolios ist unkompliziert“ uneingeschränkt zustimmt – schließlich bemühen wir uns stetig darum, die Bedienung zu vereinfachen. (Wäre dieser Beitrag ein Arbeitszeugnis, sollte ich über diese Formulierung wohl noch einmal nachdenken…) Doch auch hier hilft ein Blick in die Antworten auf die offenen Fragen weiter: Am weitaus häufigsten wird dort nämlich der Editor kritisiert, der als zu eingeschränkt und mitunter auch als kompliziert empfunden wird. Wir haben uns das zu Herzen genommen und prüfen zurzeit bereits Alternativen. In Kürze werden wir hier bekannt geben, wie wir den Editor verbessern!

Mit dieser hoffnungsvollen Aussicht schließe ich für heute. Weitere Enthüllungen folgen schon in wenigen Tagen im zweiten der drei Beiträge zum Thema Evaluation – also bleiben Sie dran!


¹ Konzipiert wurde die Befragung von meiner Kollegin Mareike Beuße mit freundlicher Unterstützung meinerseits, die Durchführung und Auswertung lag komplett in ihren Händen.

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3 Kommentar auf “Wir wollten’s ja wissen (Teil 1)
  1. Oliver Tacke sagt:

    Wie viele Leute wurden denn insgesamt angeschrieben? Das wäre schon wichtig zu wissen, um die Ergebnisse besser interpretieren zu können (weil zu vermuten steht, dass gerade Nicht-NutzerInnen auch nicht teilgenommen haben).

    • Thomas Czerwionka sagt:

      Hätte ich doch fast vergessen, hier noch festzuhalten: Mareike findet die Rücklaufquote von 23 Prozent „zufriedenstellend“.

  2. Thomas Czerwionka sagt:

    Angeschrieben wurden 137 Personen, d. h. die Rücklaufquote betrug 23 Prozent – keine Ahnung, ob das für eine Online-Befragung eines geschlossenen Personenkreises eine gute Quote ist… Ich habe Mareike jetzt mal um ihre Einschätzung gebeten. Info folgt.

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