Wir üben uns in Agilität

Heute plaudern wir ein wenig aus dem Nähkästchen und berichten, wie wir (Sunray Dollase, Thomas Czerwionka, Edgard Schmidt und Oliver Tacke) aus Neugier agiles Projektmanagement ausprobieren. Konkret sieht das so aus:

WochensprintStatt Umfang und Inhalt von Meilensteinen festzulegen und einen (weit in der Zukunft liegenden) Termin zu schätzen, haben wir uns regelmäßige Zeitfenster von einer Woche definiert. Zu Beginn jeder Woche schauen wir gemeinsam, wie viel Luft jeder von uns hat, um Aufgaben(teile) zu übernehmen. Diese Aufgaben werden ebenfalls wöchentlich nach ihrer Wichtigkeit sortiert, durch weitere ergänzt, und manchmal werden auch bestehende gestrichen. Sind die Aufgaben für eine Woche zu groß, werden sie in kleinere Häppchen zerteilt. Für sich genommen soll dabei das Erarbeitete immer noch „funktionieren“. Und dann geht’s auch schon los. In der Woche arbeiten wir das ab, was wir uns selbst vorgenommen haben. Neue Aufgaben sammeln wir, aber sie müssen mindestens warten, bis wir die nächste Woche planen. Absolute Notfälle sind natürlich eine Ausnahme, aber auch wirklich nur eine Ausnahme.

Am Ende der Woche stellen wir uns zunächst unsere Ergebnisse gegenseitig kurz vor. Prinzipiell kann jede/r Interessierte oder „Betroffene“ dazustoßen und uns sofort Feedback geben. Wir schauen hier nämlich, ob schon alles „gut genug“ erledigt worden ist. Zum Schluss der Woche werfen wir noch gemeinsam einen Blick auf unseren Arbeitsprozess und unsere Zusammenarbeit: Was ist gut gelaufen? Was noch nicht? Was brauchen wir noch, um künftig gut arbeiten zu können? Fertig. Woche vorüber, und wieder gibt es ein neues, kleines, funktionierendes Bausteinchen mehr im E-Portfolio oder drumherum.

Was hier nur kurz angerissen wurde, ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Agiles Projektmanagement umfasst und bedeutet einiges mehr. Zumeist eingesetzt wird es aber in der Softwareentwicklung (z. B. als Scrum), und wir sind uns nicht sicher, ob sich alles 1:1 auch auf unsere Arbeit und organisatorischen Rahmenbedingungen übertragen lässt. Klappt aber bisher gut. Wir experimentieren weiter 🙂

Nutzt ihr vielleicht auch agiles Projektmanagement bei euch jenseits der IT-Welt? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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