Konfliktmanagement II: Worum geht es bei Konflikten eigentlich?

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„Wie spreche ich einen Konflikt an?“ war unsere gemeinsame Ausgangsfrage. Wie komplex eine Antwort darauf ist, zeigten uns die Übungen, in denen es um ganz alltägliche kollegiale Konfliktthemen ging. Die gleiche Botschaft kann von unterschiedlichen Personen völlig anders wahrgenommen werden. Unser Fazit: es gibt keine Patentlösung. Eine dennoch hilfreiche Orientierung hierfür lieferten uns zwei Modelle: SAG ES und das Ampelmodell, die das Ansprechen und Hören von Konflikten erleichtern. Im Anschluss daran stellten wir das Eskalationsmodell von Friedrich Glasl vor und verglichen dies mit eigenen Erfahrungen. Diskutiert haben wir dabei die Frage, wann wir selber als Konfliktpartei in der Lage sind zur Lösung beizutragen und ab wann eine Moderation von außen notwendig ist?

Beim Teamsitzungs-Planspiel am Nachmittag haben alle TeilnehmerInnen die Gelegenheit gehabt sich in Konfliktgesprächen auszuprobieren. Das regte uns noch mal dazu an über das eigene Konfliktverhalten nachzudenken und uns zu fragen, welche Bedürfnisse eigentlich hinter den gewöhnlichen Konfliktthemen stecken? Konflikte sind und bleiben ein interessantes und aktuelles Thema, was uns alle bestimmt noch länger beschäftigen wird… Viele Erfolg und Erkenntnisse bei den nächsten Gelegenheiten!

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Ende August startete das zweite Semester mit dem Workshop zu Kooperation und Konfliktmanagement. Es waren erneut zwei sehr intensive Tage, geleitet von Gosia und Annette Rück, die bereits zum fünften Mal uns bei diesem Thema mit ihrer Expertise unterstützt.

Der theoretische Impuls des ersten Tages war das Eschbach-Riemann Modell*. Was für ein Typ bin ich? Ritter, Krankenschwester, Buchhalter oder Surfer? Welche Vorlieben und unterschiedliche Vorstellungen verbinden wir damit? Sehen wir den Ritter z.B. als böse und streitsüchtige Gestalt oder als KämpferIn gegen das Unrecht? Und vor allem was hat das für eine Bedeutung für Kooperation und in Konfliktsituationen?

Für weitere Aha-Momente sorgte am zweiten Tag das Modell der Team-Uhr nach Tuckman. Mit dessen Hilfe konnten die TeilnehmerInnen eigene Gruppenarbeitserfahrungen neu sehen und interpretieren.

Die Simulation eines Konfliktgespräch war der krönende Abschluss des Seminars: wie lassen sich unterschiedliche Auffassungen zwischen einem Dozenten und einer Gruppe Studierender in konstruktive Bahnen lenken?

Wir freuen uns auf die Vertiefung, wo wir uns für die Übungen viel Zeit nehmen wollen und bleiben gespannt, welche Konflikte uns im beruflichen Alltag bis dahin begegnen werden.

 

* Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet, in der alten Version war die Bezeichung des theoretischen Modells nicht korrekt.

Zweiter Streich

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Der Mai ist ganz schnell gekommen und mit ihm unser zweiter Co-Teaching Workshop. Unser Highlight waren diesmal die Live-Beratungen. Wir denken, es war eine fruchtbare Erfahrung für alle Beteiligten: BeraterIn, Ratsuchende und BeobachterIn. Durch die zwei Tage haben uns zum einen neue Impulse aus systemischer Sicht und zum anderen das einfache, aber sehr denkanregende, Lernzonenmodell begleitet. Wir sind gespannt, was die systemischen Fragen als Impuls bewirken und wie Ihr sie jeweils in das eigene (Fach-)denken integriert und anwendet.

Das Lernzonenmodell hat uns hier noch weiter beschäftigt und für interne Diskussionen gesorgt: Wann sind wir wirklich in der Komfortzone? Geht um einen psychischen Zustand vor einem Ereignis oder um das Befinden beim Durchführen. Wie schnell wechseln wir selber in den Zuständen und was ist uns angenehm/ unangenehm. Wie viel Herausforderung brauchen wir individuell bzw. wann fangen wir an uns zu langweilen oder umgekehrt wann ist großer Stress gut und wann führt dieser zu Blockierungen. Fragen über Fragen… Aber je besser wir uns selber kennen und sorgsam mit uns umgehen, desto besser gelingt uns das wahrscheinlich auch mit anderen… Spannend bleibt, welche Beobachtungen Ihr im Alltag machen werdet und wir freuen uns schon auf die Berichte bei nächsten Terminen.

Schöner Start!

Am letzten Donnerstag, den 16. April, konnten wir endlich – nach vierwöchiger Verzögerung – den neuen Co-Teaching-Durchgang eröffnen. Nach dem Motto „Was lange währt, wird auf jeden Fall gut“ erlebten wir zwei spannende Tage mit sehr engagierten und interessierten Lehrenden. Bereits zum 5. Mal starteten wir jetzt das Programm. Auch dieses Mal haben wir unser Konzept weiterentwickelt und einiges neu ausprobiert. Das ist einerseits unser Anspruch, so eine Art kontinuierlicher Verbesserungsprozess – und andererseits macht es Spaß. Den hatten wir auf jeden Fall, angesteckt von der guten Laune und Bereitschaft unserer TeilnehmerInnen sich auf Neues einzulassen!

Beeindruckt haben uns das hohe Niveau der Diskussionen, sowie die Erfahrungen und fundierten Vorkenntnisse in der Gruppe. Das Aktive Zuhören lief wie geschmiert. Die Rollenspiele und Feedbackprozesse waren für uns lebendig und anregend. Durch die offene Atmosphäre war es möglich, Haltungen auch kontrovers zu thematisieren. Auch für uns ist es hilfreich, immer wieder über Haltung, Rolle etc. nachzudenken und uns zu hinterfragen. Wir bekommen regelmäßig spannende Einblicke in unterschiedliche (Fach-)Welten und Denkmodelle an der TU. Wir freuen uns auf weitere Entdeckungsreisen und Reflexionsrunden beim nächsten Workshop im Mai! Viel Spaß derweil beim Ausprobieren/Anwenden und sich selbst beobachten im (Uni-)Alltag!