Multiple-Choice

Ein paar meiner Erfahrungen mit Multiple-Choice (MC)

  • EduVote (www.eduvote.de) ist wirklich sehr empfehlenswert. Die Studenten mögen es mit ihren Smartphones abzustimmen. Noch besser ist es, wenn man auch eine unsinnige Antwort hinzufügt, einfach weil es lustig ist und auflockernd wirkt. Ein Beispiel: Eine Ja/Nein Frage wurde erweitert auf Ja/Nein/Frag mich nächste Woche nochmal, da passt es besser. Ein simpler Trick, aber er hilft. Ein anderes Beispiel ist, ich habe aus Versehen eine Frage mit fünf Antworten erstellt, aber nur drei ausgefüllt. Das wurde von den Studenten sofort entdeckt und die leere Antwort bekam die meisten Antworten. So etwas sollte natürlich nicht dauernd passieren, denn die Fragen sollen ja auch der Kontrolle des aktuellen Wissensstandes dienen. Aber wie gesagt, zur Auflockerung wirkt es Wunder.
  • In der Klausur ist es wiederum schwieriger. MC wird zwar immer gewünscht, aber eigentlich nur, wenn es einfach oder eindeutig ist. Bspw. nicht gut kam eine Frage an, die aus zwei Sätzen bestand. Der erste Satz machte eine völlig korrekte Feststellung und der zweite Satz zog eine falsche Schlussfolgerung daraus („Deswegen ist…“). Ist die Aussage also korrekt oder falsch? Meiner Meinung nach ist sie falsch, weil die Schlussfolgerung nicht stimmt. Einige Studenten haben aber richtig angekreuzt, weil der erste Satz korrekt war und das obwohl sie wussten, dass der zweite falsch ist! D.h. hier war nicht Unwissen im Spiel, sondern diese Art der Fragestellung verwirrt offensichtlich.
Ein Kommentar auf “Multiple-Choice
  1. Oliver Tacke sagt:

    Erfahrungen aus der BWL: MC-Fragen fallen im Mittel schlechter aus als andere Aufgaben – auch bei eindeutigen Antworten. Liegt vielleicht tatsächlich an der Fragestellung. Gut sind Verständnisfragen, zu denen du viele Beispiele aus der MINT-Ecke findest in „Peer Instruction“ von Eric Mazur.

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