Vorlesungsaufzeichnung

Nun, da seit meinem letzten Eintrag schon über ein Jahr vergangen ist, will ich noch einmal etwas zur Aufzeichnung von Vorlesungen schreiben.

Ich hatte im vergangenen WS2014/15 bereits die Idee, die von mir gehaltene Übung aufzuzeichnen. Das war damals noch nicht so einfach möglich, also hatte ich es mir für das WS 2015/16 vorgenommen. Der dieses Mal uns zugeteilte Hörsaal wurde dann auch rechtzeitig zum WS mit der Aufzeichnungstechnik ausgestattet, davor hatte ich für dieses Projekt eher schwarz gesehen.

Aber es läuft ja jetzt, meiner Ansicht nach auch ganz gut. Aber wie ist das mit dem Drumherum? Wie gehe ich mit der Kamera um? Wie wird das von den Studierenden aufgenommen? Was habe ich zur Einführung gemacht, damit ich die Studierenden von dieser Möglichkeit begeistere? Dazu jetzt etwas mehr…

Zuerst einmal zum Umgang mit der Kamera: Aus privaten Veranstaltungen kennt man das das vielleicht: der Typ, der mit der Videokamera herumläuft, fällt immer auf. Egal, wie unauffällig er das machen mag. Und irgendwie achtete man dann doch darauf, dass dort irgendwo eine Kamera an ist. Vor meiner ersten Aufzeuchnung hatte ich daher ein wenig Bedenken, ob mich die laufende Kamera in der Veranstaltung nicht eher stören würde. Ich fand daher den im Professorenprogramm angebotenen Workshop „Interagieren mit der Kamera“ sehr nützlich. Einerseits, um noch ohne großes Publikum die Verwendung einer Kamera zu testen, andererseits auch, um Feedback von jemandem zu bekommen, der sich mit Medienwirkung ein bisschen auskennt. Eine Übung dort war, einen kurzen Vortrag zu halten und dabei aufgezeichnet zu werden. Ich muss sagen, dass ich während des Vortrags die Kamera gar nicht wahrgenommen habe. Fazit also: Wird in der Lehrveranstaltung schon klappen.

Dann also in die Lehrveranstaltung. Hintergrund für mein Idee, die Veranstaltung aufzuzeichnen ist, dass die Studierenden im zweiten Teil des Semesters zum Teil ganztägige Laborpraktika haben und dadurch nicht an der Veranstaltung teilnehmen können. Denen sollte der Inhalt aber auch irgendwie zugänglich gemacht werden.
Natürlich hat man dort immer das Problem der Persönlichkeitsrechte, aber die Fragen dazu wurde in der obligatorischen Einführung zur Medientechnik weitgehend beantwortet, letzte Details konnte ich dann im passenden „Spotlight Lehre“-Vortrag noch klären.

Zur Einführung für die Studierenden. Ich hatte nicht die Möglichkeit, vor der eigentlichen Veranstaltung eine Aufzeichnung zu machen und in der Veranstaltung vorzuführen. Plan B: Live in der Veranstaltung zeigen, der Inhalt des Videos wird ja auch auf dem Bildschirm der Medientechnik dargestellt. Ich habe also eine kleine USB-Kamera genutzt, um den Bildschirminhalt mittels des Projektors zu zeigen. Hier konnte ich dann die verschiedenen Kameraeinstellungen zeigen, und so auch die Bereiche sichtbar zu machen, in denen die Studierenden möglicherweise im Video sichtbar sein könnten. Auch konnte ich die Kamera so verstellen, dass die Unterlagen der Studierenden auf ihren Plätzen im Bild sichtbar waren. Man konnte aber auch sehen, dass dies ein bisschen Herumspielerei an der Kamerasteuerung erfordert und daher unauffällig nicht zu machen ist. Das war zur Einführung wohl ganz brauchbar, jedenfalls waren alle meiner Teilnehmer mit der Aufzeichnung der LV einverstanden.

Wie das von den Studierenden aufgenommen wurde, kann ich mit Sicherheit noch nicht sagen, da wird hoffentlich die Evaluierung weitere Erkenntnisse bringen. Mein Eindruck war aber seit Beginn, dass das Angebot doch sehr positiv aufgenommen wurde. Ich bin gespannt auf die Rückmeldung der Studierenden. Auch wäre es interessant, inwiefern das Angebot tatsächlich genutzt wurde, ich weiß aber nicht, ob Stud.IP das als Information hergibt… Ich denke mal, ich werde das als Update nachreichen.

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