Öffentlichkeit

Lehrende können ihre Lehrportfolios öffentlich sichtbar machen, um anderen ihre Lehrerfahrungen etc. mitzuteilen und sich ggf. mit diesen darüber auszutauschen. Sie entscheiden stets selbst, ob sie die von ihnen erstellten Inhalte für sich behalten, diese mit ausgewählten Personen teilen oder sie via Internet weltweit zugänglich machen. Dies erzeugt vielfach Verunsicherung, insbesondere je persönlicher die Inhalte sind und je größer die potenzielle Leserschaft ist: Häufig fragen sich Lehrende, was und wie viel sie von sich preisgeben möchten, oft verbunden mit der Befürchtung, die (eventuell sogar versehentlich) selbst erzeugte Öffentlichkeit würde ihnen schaden. Aus diesem Grund wird der technischen Möglichkeit, Inhalte privat zu belassen, von einigen NutzerInnen eine hohe Bedeutung beigemessen.

Das sagen unsere NutzerInnen

InterviewerIn: „Gibt es auch etwas, was dagegen sprechen würde, es zu veröffentlichen?“
NutzerIn: „Na ich glaube, das kommt darauf an, wie (…) ja wie sicher man auch damit umgeht eigentlich. Also wenn einem das nichts ausmacht, dass es andere Leute lesen oder so. Ich glaube, dann sagt man eher ‘ok, jetzt poste ich mal irgendwas oder so‘. Aber wenn man da so ein etwas höheres Sicherheitsbedürfnis hat und man dann vielleicht auch noch denkt: ‘ok, jetzt lesen das vielleicht auch noch meine Studenten‘ oder so was (…) ‘naja, jetzt muss es besonders…auf gar keinen Fall irgendwelche Namen nennen und hier aufpassen‘. Ich glaube, dann macht es das nochmal so ein bisschen schwieriger.“

„Also was man merkt, […] man muss ganz schön aufpassen, welche Daten man reinstellt, finde ich. Und wie man die dementsprechend beschreibt.“

„Das Einzige, wo ich so gedacht habe, hoffentlich klappt das auch, ist sozusagen dieses festzulegen, was ist jetzt privat, was öffentlich. […] Dass es eben nicht passieren kann, dass ich Sachen, die ich eigentlich gerne privat hätte, aus Versehen öffentlich stelle.“

Unsere bisherigen Lösungsansätze
Um den Verunsicherungen und Befürchtungen entgegenzuwirken, …

  • geben wir den Lehrenden die volle Kontrolle über die selektive Veröffentlichung (oder eben auch Nicht-Veröffentlichung) sämtlicher Inhalte.
  • ist systemseitig das „private“ Speichern von Inhalten voreingestellt, so dass weder selbst erstellte Inhalte noch Kommentare von BesucherInnen des E-Portfolios „versehentlich“ öffentlich sichtbar sein können.
  • empfehlen wir den Lehrenden ausdrücklich, im Zweifelsfall zunächst nur solche Inhalte ihres Lehrportfolios zu veröffentlichen, die sie als unkritisch empfinden.
  • sprechen wir mit den Lehrenden darüber, welche (positiven wie negativen) Effekte öffentliche Inhalte haben können und wie (un)wahrscheinlich diese sind: “Shitstorms” sind in Blogs die absolute Ausnahme (zumal bei wenig bekannten BloggerInnen), und selbst negative Rückmeldungen können Gewinn bringen.

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