Schreiben

Während in der Lehre die fachbezogene, sachliche Kommunikation mit Studierenden im Vordergrund steht, legt der persönliche Charakter von Lehrportfolios eine Ausweitung sowohl der Kommunikationsinhalte (subjektive Lehrerfahrungen und Meinungen, offene Gedankengänge, persönliche, soziale und institutionelle Aspekte) als auch des Stils (selbstreflexiv) und der AdressatInnen nahe (andere Lehrende, Externe). Dies kann dazu führen, dass Lehrende unsicher darin sind, was sie in ihrem Lehrportfolio wie häufig und umfangreich in welcher Art und Weise für wen schreiben sollen oder “dürfen”. In einem “klassischen” Verständnis von Öffentlichkeitsarbeit werden Botschaften an bestimmte Zielgruppen gesendet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Doch soziale Medien funktionieren anders, und so ist ”Bloggen aus strategischen Gründen […] sicher Zeitverschwendung, und Spaß macht das auch nicht – weder den Schreibenden noch den Lesern” (Reinmann 2013).

Das sagen unsere NutzerInnen

„Weil man merkt, man kommt schon ganz schön an seine Grenzen von der Vorstellung, wie schreibe ich was und […] welche Inhalte präsentiere ich da. Und wie formuliere ich das um. Also wenn man eine Lehrveranstaltung zum Beispiel beschreiben soll, die man vorletztes Semester gemacht. Man weiß ja, wie die gelaufen ist. Was schreibt man da jetzt rein? Also wie formuliert man das? Die Inhalte, die Methodik, die man gewählt hat oder wie es gelaufen ist (…) So eine Reflexionsebene? Und das habe ich nicht herausgefunden in dieser Struktur, wie man das am besten sinnvoll anordnet.“

Unsere bisherigen Lösungsansätze

Um die Verunsicherungen und Befürchtungen aufzugreifen, …

  • weisen wir auf Blogs von Lehrenden hin, um sich dort im Hinblick auf die o. g. Aspekte (Inhalte, Zielgruppen, Stil, Umfang, Häufigkeit, …) Anregungen zu holen.
  • empfehlen wir, nicht sofort radikal anders zu schreiben als bisher, sondern das Schreiben als Prozess zu verstehen, in dessen Verlauf sich der eigene Stil, die persönlich bedeutsamen Inhalte etc. herausbilden.
  • ermuntern wir dazu, sich beim Schreiben grundsätzlich immer daran zu orientieren, was einen persönlich bewegt und interessiert und wonach einem zumute ist.

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