Das E-Portfolio in der Lehrveranstaltung…

…war ein Experiment!

In der Lehrveranstaltung wollte ich praktisch das E-Portfolio mit den Studierenden ausprobieren. In der Entwicklung von Aufgaben habe ich mich von den Dingen leiten lassen, die ich gelesen habe. U.a. zeigt Annette Richter in ihrem Beitrag „Portfolios als alternative Form der Leistungsbewertung“ im Neuen Handbuch Hochschullehre einige mögliche Aufgaben auf, die den Inhalt des E-Portfolios gestalten können.
Es zeigte sich, dass die von mir entwickelten Aufgaben teilweis zu nah dran an der in der Lehre entwickelten Gedanken waren, sie als wiederholend von den Studierenden erlebt wurden.
Es stellte sich mir die Frage, welche andere Art von Aufgaben ich zur Verfügung stellen kann, die die Studierenden anregt und inhaltlich nicht zu weit weg von den Inhalten der Veranstaltung ist. Ich bin immer noch nicht klar darin, wie die Vernetzung von Lehrveranstaltung und E-Portfolio gut stattfinden kann. Dient es mehr dem Festhalten von Inhalten, also abwertend gesagt, der Wiederholung von Inhalten oder der Reflexion der Lernprozesse? Eine reine Reflexion der Lernprozesse ist aus meiner Sicht genauso wenig zielführend…was bleibt dann am Schluss im E-Portfolio? Wöchentliche Gedanken zu den einzelnen Sitzungen. Darüber hinaus kam es in den meisten Fällen in den E-Portfolios nicht. Meine gestellten Aufgaben waren sicher auch nicht anregend deutlich darüber hinaus zu gehen.
Das Interesse an den Blogs der Kommilitonen hielt sich auch sehr in Grenzen. Jedenfalls das, was ich durch die Kommentare beobachten konnte. Das besondere am E-Portfolio wurde also wenig gelebt.

Jetzt habe ich von den Wirtschaftspädagogen in Bamberg ein Video gefunden, in dem sie ihre Vorgehensweise mit E-Portfolios in der Lehre vorstellen.

https://electure-ms.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/vod/clips/MTwBZ9jt51/flash.html

Ja, es sind neue Anregungen, aber konkreter ist es mit den “richtigen” Aufgaben in meinem Kopf noch nicht geworden.

Mein bisheriges Fazit: Das E-Portfolio in der Lehrveranstaltung einzusetzen war nur teilweise erfolgreich. Die überwiegende Menge der Studierenden konnte ich damit nicht erreichen. Bei einer Daumenbewertung wäre ich dazu geneigt, den Daumen leicht nach unten zu halten. Leider! Meine Erwartungen waren andere. Ich wollte begeistern, Austausch fördern, Interesse am Thema wecken.
Ich sehe dennoch Potential in der Methode des Portfolios. Ob es “E” sein muss, da muss ich mir noch klar drüber werden.
Das (E-)Portfolio will ich als Leistung im nächsten Semester nochmals ausprobieren. Allerdings nicht in der Veranstaltung “mediengestützes Lernen”, sondern in einer Veranstaltung, in der der Einsatz von Medien zunächst einmal keine Rolle spielt. Ich bin gespannt…
…Das (E-)Portfolio bleibt ein Experiment!

Habt ihr Erfahrungen gemacht mit dem Einsatz von E-Portfolios und dem Einsatz als Leistung in der Lehrveranstaltung?
Welche Art von Aufgaben stellt ihr im E-Portfolio? Und regen diese zum Austausch unter den Studierenden an?

2 Kommentar auf “Das E-Portfolio in der Lehrveranstaltung…
  1. Wir arbeiten an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen seit 8 Jahren in der Lehrerbildung mit E-Portfolios. Weitere Informationen dazu unter: http://www.eportfolio-phsg.ch

  2. Hallo, ich arbeite jetzt im dritten Semester mit einem E-Portfolio in einem Seminar. Meine Erfahrungen und Überlegungen dazu siund hier zu finden: http://uzeuner.wordpress.com/category/pilotprojekt-e-portfolio/

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