Wer nutzt eher freie Bildungsmaterialien: Die Schule oder die Hochschule?

An der Universität habe ich das Gefühl, mit dem Thema Offenheit tue sich der Wissenschaftsbetrieb schwer. Das betrifft unter anderem auch Open Educational Resources (OER). Da habe ich das Gefühl, es tut sich kaum etwas in der Hochschulwelt.

Die Lehrportfolio-Plattform an der TU Braunschweig beispielsweise ist auch dazu gedacht, dass Lehrende dort ihre Lehrideen, Lehrpläne und Lehrerfahrungen bereitstellen und diskutieren. Das passiert eigentlich nicht, schon gar nicht öffentlich. Dann sind da die MOOCs, die in der Hochschulwelt durchaus diskutiert werden und das Open eigentlich schon im Namen tragen. Dazu erhielt Jörn Loviscach anlässlich eines Workshops zu dem Thema aber die Frage: Gibt es eine Möglichkeit, das Abspeichern von MOOCs und die unkontrollierte Verbreitung zu verhindern?“ *seufz* Ich habe den Eindruck, in der Lehrpraxis angekommen sind OER allenfalls in der Schule.

Dazu wollte ich aber einen Wahrnehmungsabgleich haben, daher habe ich gestern auf Twitter und auf Google+ die folgende Frage gepostet:

#Wahrnehmungsabgleich: Wo wird aus eurer Sicht das Thema #OER stärker diskutiert und vorangetrieben: Schule oder Hochschule?

Was man halt gegen Mitternacht so tut. Und was für ein krasser Scheiß sind dann diese sozialen Netze in der Onlinewelt? Es trudeln auch um diese Uhrzeit noch fünf Antworten bei mir ein. Danke!

Kristina Lucius ist der Ansicht: „in beiden gleich viel“

@otacke aus meiner Sicht: Gleichstand. :)

 

Anja Lorenz meint eher: „in beiden gleich wenig“

@otacke in beiden leider nicht strategisch, alles Bottom Up. Vgl http://anjalorenz.wordpress.com/2012/12/16/sachsen-und-oer-nette-idee-aber-die-politik-ist-wohl-noch-nicht-so-weit/ …

 

Marc Schnau sieht klar: „in der Hochschule“

Hochschule. Meiner Meinung nach ist das ein vor allem akademisch befeuertes Thema.

 

Timo van Treeck hingegen: „in der Schule“

@otacke meine sicht: schule. deine? #oer

 

Claudia Bremer schließlich sagt: „es kommt darauf an“

Muss man differenzieren finde ich: Für mich die Schule in der praktischen Content-Nutzung, aber es sind Akteure aus der Hochschule oder Akademiker im Umfeld Hochschule/Schule im theoretischen Diskurs

 

Was nehme ich mit? Erstens: Wenn ich etwas wissen will, bemühe dich auch um eine konkrete Frage. Zweitens: Mit Blick auf die Antworten insgesamt und die Abwägung von Claudia bestätigt sich für’s erste mein Eindruck – jaaaahaa, ich weiß, das ist natürlich nicht repräsentativ. Mir ging es um die praktische Nutzung von OER, und ich bin offenbar nicht der Einzige, der die Hochschulwelt dort hinter der Schule sieht. Aber vielleicht überzeugt ihr mich hier in den Kommentaren ja auch vom Gegenteil…

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