Heilige-hehre Prinzipien schlechter Lehre an der Uni

Von Gunter Dueck gibt es gerade wieder ein paar Denkimpulse zum Thema Lehre, die ich gerne aufgreife. Auf seiner Website denkt er unter der Überschrift „Heilige-hehre Prinzipien schlechter Lehre an der Uni“ darüber nach, von welchen Prinzipien ProfessorInnen wohl (unbewusst) bei der inhaltlichen Gestaltung ihrer Lehre geleitet werden. Darunter zu finden sind

  • Abstraktion, wo sie (noch) nicht angebracht sei,
  • Überfrachtung, weil ja irgendwie „alles“ wichtig sei und dazugehöre oder
  • Was statt Wieso – das Anwenden von Grundlagenwerkzeugen wird gepaukt, aber der Sinn dahinter und der Gesamtzusammenhang blieben auf der Strecke.

Was denkt ihr darüber? Wen erkennt ihr wieder? Ertappt ihr euch auch selbst?

Herr Dueck schildert aber auch, dass sich nicht unbedingt etwas ändert, wenn man es als Lehrender selbst besser versucht. Studentinnen und Studenten scheinen durch den Alltag im Hörsaal [sic] schon darauf getrimmt zu sein, einfach brav alles mitzuschreiben und später die Aufzeichnungen auswendig zu lernen, statt mitzudenken und zu verstehen. Das habe ich auch bereits mit Schmerzen beobachtet und vor einer Weile hier im E-Portfolio festgehalten. Bei Herrn Dueck heißt es dazu am Ende seines Beitrags:

Wenn die allgemeine Kultur der Lehre so ist, wie sie ist, hat auch ein Kulturbruch keine Chance.

Wie seht ihr das?

Schließlich gibt es einen kurzen Vortrag von Herrn Dueck, den der Stifterverband als Video veröffentlicht hat. Er greift darin das auf, was er 2011 in seinem Buch Professionelle Intelligenz geschrieben hat – dass Menschen künftig mehr und andere Dinge können müssten als das, was bisher in Schulen und Universitäten berücksichtigt wird. Wer sich mit diesen Thesen bereits beschäftigt hat, wird nichts Neues entdecken, aber alle anderen bekommen vielleicht etwas zum Nachdenken.

Was nehmt ihr aus dem Vortrag mit?

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