Helft Geflüchteten zu studieren!

Viele Hochschulen haben im vergangenen Jahr Aktionen ins Leben gerufen, um Geflüchteten zu helfen. An der TU Braunschweig erschöpft sich das Angebot anscheinend – womöglich kenne ich nicht alles (?!) – auf eine Infoseite, die für diejenigen interessant ist, die bereits über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen und diese auch vorlegen können. Als kleines Zusatzgoodie gibt es noch einen Brückenkurs für angehende IngenieurInnen namens Bridges4Refugees (dem Doppelsinn des Projektnamens kann ich etwas abgewinnen :-)). Voraussetzung für die Teilnahme an diesem ist aber ebenfalls, dass man eine Hochschulzugangsberechtigung vorweisen kann.

Wesentlich spannender finde da das junge NGO-Start-Up namens Kiron. Kurz gefasst ermöglichen Sie Geflüchteten, die ersten ein bis zwei Jahre eines Studiums komplett über offene Onlinekurse zu absolvieren. Ein Smartphone mit Internetzugang genügt. Keine Kosten. Keine großen Formalia: ein Motivationsschreiben, Englischkenntnisse und ein Testkurs. Fertig. Keine Ortsgebundenheit. Wer möchte, kann bereits im Heimatland loslegen. Es gibt zusätzlich Unterstützungsangebote. Die Hürden sind also deutlich geringer als anderswo. Erst nach dieser ersten Phase geht es an eine der Partner-Universitäten, die die zuvor belegten Kurse anrechnen. Geflüchtete können also im Prinzip sofort loslegen und müssen nicht warten, bis ihr legaler Status geklärt ist oder bis sie die notwendigen Dokumente erhalten haben, die womöglich verloren gegangen sind.

smartphone

Nun kostet das alles Geld, und aktuell läuft eine Spendenaktion, um die ersten 10 Zertifikate zu finanzieren. Wer die Initative von Kiron gut findet, sollte:

Jetzt spenden!

Darüber hinaus werden aus meiner Sicht aber auch andere Fragen aufgeworfen: Was, wenn das Projekt funktioniert? Warum sollte etwas Vergleichbares nicht für alle Menschen möglich sein? Was bedeutet das dann für Hochschulen? Was denkt ihr?

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