Auf gar keinen Fall auf SciHub hinweisen!

Änderungen stehen an. Eigentlich sollte es niemanden überraschen, der sich auch nur ein bisschen dem Thema „digitale Medien in der Lehre“ widmet. Für alle Fälle…

Das deutsche Urheberrecht nervt Lehrende ohnehin schon lange mit seinen unpraktikablen Regelungen, nun mischt die VG Wort sich auch noch ein. Sollte es bis Ende des Jahres nicht noch einmal einen Aufschub geben, müssen gemäß §52a UrhG auch im Braunschweiger Stud.IP bereitgestelle Werke bei der VG Wort gemeldet werden. Das hat zwar in einem Pilotprojekt dazu geführt, dass wegen des Aufwands kurzerhand viel weniger bereitgestellt wurde, aber das scheint für EntscheiderInnen nicht wirklich relevant gewesen zu sein. Eine Pauschalvergütung gibt es nicht mehr. Oder, wie es die Landeshochschulkonferent in Niedersachsen es kürzlich in einem Schreiben formulierte:

In der Praxis bedeutet dies, dass Lehrende an den LHK-Mitgliedshochschulen ab dem 1.1.2017 keine urheberrechtlich geschützten veröffentlichten Werke […] mehr über den elektronischen Semesterapparat, das Lernmanagementsystem oder beliebige andere Wege digital verbreiten dürfen. Auch bereits zugänglich gemachte Sprachwerke müssen zum 1.1.2017 wieder entfernt werden, da sich die Pauschalvergütung nur auf das Jahr 2016 bezieht.

Was tun? Natürlich den Lehrenden und Studierenden NICHT SciHub empfehlen. Wirklich. Verweist NICHT auf SciHub! Hört ihr? Auf gar keinen Fall auf SciHub hinweisen! Und natürlich selbst mal mit gutem Beispiel vorangehen und bei seinen eigenen Veröffentlichungen auf Open Access und Open Educational Resources setzen!

Verschlagwortet mit: , , , , ,

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ihr Kommentar erscheint gegebenenfalls erst nach Freigabe durch den/die InhaberIn dieses Portfolios.

*