Konzepte, Methoden und Medien

Konzeption

Nach meinem ersten Semester „Vorlesung“ (WS 2012/13, 7 Termine, je 90 Minuten) möchte ich meine Erfahrungen hier ein bisschen zusammenfassen – wie bin ich bei der Vorbereitung und der Durchführung jeder einzelnen Veranstaltung vorgegangen?

  • Meine allererste Vorlesung habe ich mit einen groben Überblick über mich und  das Institut für Mikrobiologie begonnen. Ich habe die Studenten von Anfang an geduzt, da es für mich so einfacher ist – außerdem würde ich sie, sollte ich sie im Praktikum oder als Laborstudenten betreuen, ebenfalls duzen.
  • Meine erste Vorlesung hatte noch kein richtiges „Überthema“, ich habe zunächst einen Überblick über ein Thema gegeben, bin in unterschiedliche Bereiche gegangen. Mit „festeren“ Themen habe ich erst bei der zweiten Vorlesung begonnen.
  • Aus der ersten Vorlesung habe ich mir dann, aufgrund von Nachfragen von Studenten, ein Thema für die nächste, die zweite Vorlesung, überlegt.
  • Jede Vorlesung habe ich mit einer Wiederholung der letzten Vorlesung begonnen, die, so hatte ich das Gefühl, von den Studenten sehr gern angenommen wurde, und somit durchaus 10 Minuten dauern konnte. Ich habe hier auch immer wieder auf mir wichtige Sachen hingewiesen (also indirekt auf die Prüfungsrelevanz). Diese Wiederholung führt nicht dazu, dass die Studenten entweder     a) später kamen, b) jede zweite Vorlesung ausließen oder c) nicht mehr zuhörten.
  • Jede Vorlesung habe ich mit einer sehr kurzen Zusammenfassung, allerdings war diese, wegen der Veranstaltungszeit (Ende 18.15 Uhr) wirklich nur sehr marginal
  • Da ich die Vorlesung komplett neu gemacht habe, habe ich versucht, aus jeder Vorlesung Hinweise für die nächste mitzunehmen – seltener durch Fragen der Studenten, meist durch Punkte, wo ich bei der Präsentation gemerkt habe, dass es noch Lücken gibt.
  • Ich habe in alle Vorlesungen eigene Forschungsthemen und eigene Forschungsergebnisse eingebaut – dadurch habe ich einen Anwendungsbezug hergestellt.
  • Auf eine reine Therorievorlesung habe ich aufsucht mit einer eher anwendungsbezogeneren zu „antworten“.
  • In der letzten Veranstaltung hab ich mich bemüht, aus jeder davor gelaufenen Vorlesung Themen wieder aufzugreifen, sie evtl. nochmal in ein anderes Licht zu stellen, um die Anwendung und teilweise den Transfer aus dem ersten Zusammenhang hinaus zu verdeutlichen.

Insgesamt hätte ich mir mehr Zeit zur Vorbereitung jeder einzelnen Veranstaltung gewünscht. Beim nächsten Mal kann ich nun aber auf bestehende Folien zurückgreifen, Erfahrungen einbringen, die ich beim ersten Vortrag jedes Thema gemacht habe.

Methoden

  • Ich habe mich in dieser ersten Veranstaltung komplett auf meine eigene Präsentation beschränkt, selten mal eine Frage an die Studenten gestellt.
  • Bei der Besprechung von Oranisatorischem habe ich die Studenten mit einbezogen – vorallem auch, als es um den Zeitpunkt der Nachschreibklausur ging. Hier wurde abgestimmt.

Medien

  • Ich habe mich ganz auf Powerpoint verlassen – und es hat mir in allen Eigenschaften ausgereicht. Letztendlich aber auf jede Art von Animation verzichtet, um evtl. Rechnerproblemen zu umgehen, ein Film war schon dabei. Dazu natürlich Laptop, Beamer, Laserpointer und „Klicker“.
  • Zu Beginn jeder Vorlesung gab es für die Studenten ein Handout. Dieses beinhaltete alle wichtigen Folien, die in der Vorlesung durchgenommen wurden – pro Seite 3 bis 4 Folien, um Platz für Notizen zu machen.

Literaturtipps zu meinen Lehrveranstaltungen:

  • Antranikian, G. (Hrsg.), Angewandte Mikrobiologie, Springer-Verlag, 2006; ISBN-10 3-540-24083-7
  • Biedendieck, R. Bacillus megaterium: Versatile Tools for Production, Secretion and Purification of Recombinant Proteins, Dissertation, 2007
  • Chmiel, H. (Hrsg.), Bioprozesstechnik, Springer Spektrum Verlag, 3. Aufl. 2011, ISBN 978-3-8274-2476-1
  • Lottspeich, Friedrich; Engels, Joachim W. (Hrsg.), Bioanalytik, Springer Spektrum Verlag, 3. Aufl. 2012, ISBN 978-3-8274-2942-1
  • Sahm, H.; Antranikian, G.; Stahmann, K.-P.; Takors, R. (Hrsg.), Industrielle Mikrobiologie Springer Spektrum Verlag, 2012, ISBN 978-3-8274-3039-7
  • Slonczewski, Joan L.; Foster, John W. (Hrsg.), Mikrobiologie, Springer Spektrum Verlag, 2. Aufl. 2012, ISBN 978-3-8274-2909-4
  • http://www.ncbi.nlm.nih.gov/
2 Kommentar auf “Konzepte, Methoden und Medien
  1. Oliver Tacke sagt:

    Finde ich toll, dass du das hier alles offen legst.

  2. Thomas Czerwionka sagt:

    Da schließe ich mich Ollis Kommentar an – und bin total gespannt, wie sich Deine jetzt gesammelten Erfahrungen auf Deine nächste Vorlesung auswirken!

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